Menschenrechte für Landarbeiterinnen in Guatemala – eine Solidaritätsaktion

Die „Solidarität mit Lateinamerika Steiermark“ arbeitet seit mehr als 2 Jahrzehnten mit der Gruppe CODECA in Guatemala zusammen. Diese setzt sich seit ihrer Gründung in engagierter Weise für die Rechte der Landarbeiter ein und tritt auch öffentlich gegen die Privatisierung der Wasser- und Stromversorgung auf. Sie hat sich damit enorme Feinde geschaffen. Allein in diesem Jahr wurden fünf ihrer Mitarbeiter ermordet. Wir möchten sie deshalb gerade jetzt nicht allein lassen. Sie haben uns gebeten, sie bei ihrer Arbeit für die Verbesserung der Situation der Landarbeiterinnen zu unterstützen.

Das Projekt „Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Frauen auf landwirtschaftlichen Betrieben Guatemalas“ hat den Zweck, Frauen, die in landwirtschaftlichen Betrieben Guatemalas arbeiten, direkt zu unterstützen.

Um dies zu erreichen ist geplant, landesweit ein Team von Verteidigerinnen der Frauenrechte aufzubauen. Engagierte Frauen sollen vorbereitet und befähigt werden über ein spezielles Ausbildungsprogramm, das 10 Workshops umfasst, Landarbeiterinnen über deren Rechte aufzuklären und sie in konkreten Fällen auch bei deren Durchsetzung zu unterstützen.
Untersuchungen über die Arbeitsbedingungen auf landwirtschaftlichen Betrieben belegen, dass 57% der Frauen überhaupt kein Gehalt bekommen, weil sie nicht auf den Arbeitslisten aufscheinen. Sie werden vom Ehemann, dem Bruder oder dem Vater als „Helferinnen“ mitgenommen, um das tägliche Arbeitsausmaß überhaupt erfüllen zu können. Sie haben weder Arbeitnehmerrechte noch sind ihnen Mutterschaftsschutz, Hygiene- oder Sicherheitsmaßnahmen garantiert. Die Fälle von Gewalt und sexuellen Übergriffen gegen die Landarbeiterinnen sind alarmierend.

Wir laden Sie ein, dieses Projekt, für dessen Verwirklichung € 30.000 erforderlich sind, mit einem finanziellen Beitrag, den sie auch steuerlich absetzen können, zu unterstützen: RB Graz-St.Peter AT40 3836 7000 0003 2227 Vermerk „Menschenrechte für Landarbeiterinnen“

Santa Clara La Laguna

Ein neues Jahr, ein neues Projekt: von 2016 bis 2018 wird die SoL das Projekt „Santa Clara La Laguna“ unterstützen. Im Rahmen des Projekts wird die Einrichtung sowie der Betrieb eines Ausbildungszentrums in der Gemeinde Santa Clara La Laguna in Guatemala finanziert. Weiterlesen

MEDES, Barfußärzte in Guatemala

Der Verein MEDES, „Medicos Descalzos de Chinique“, besteht offiziell seit 1993. Aber schon Anfang der 80er Jahre durch die Not des Bürgerkriegs, von welchem die Region um Chinique sehr schlimm betroffen war, begannen lokale Heilärzte gemeinsam mit einem französischen Priester (Benito Charlemagne) Krankenbesuche durchzuführen. Weiterlesen

Casa Hogar

WOHNHEIM FÜR BEGABTE INDIOKINDER

Um begabten Indiokindern aus dem Hochland den Zugang zur Bildung zu ermöglichen, ohne sie ihrem Volke und ihrer Kultur zu entfremden, wurde von Lehren der österreichischen Schule über Initiative des Steirers Werner Römich und in Zusammenarbeit mit dem guatemaltekischen Vizedirektor der österreichischen Schule, Herrn Marco Roca, der Verein ASOL ( Verein Solidarität für Erziehung und Kultur) gegründet, der seinerseits das Casa Hogar errichtete. Weiterlesen

Hauswirtschaftsschule St. Martin, Asuncion

„HAUSWIRTSCHAFTSSCHULE ST.MARTIN – ASUNCION „

Am Stadtrand von Asuncion gibt es ein vom steirischen Ehepaar Aldrian errichtetes und sehr erfolgreich ge­führtes Kinderdorf. Es bestand der Wunsch, für die dortigen Mädchen eine hauswirtschaftliche Schule nach dem Modell von St.Martin einzurichten. Eine junge St.Martiner Lehrerin, Frau Elisabeth Glössel, hat sich 1989 dieser Aufgabe gestellt und in einer mehrjährigen Aufbauarbeit eine sehr anerkannte Ausbildungsein­richtung im Rahmen dieses Kinderdorfes geschaffen. Das Projekt wurde von der “ Solidarität “ aufgenommen, wobei sich die Schulen von St.Martin in ganz besonderer Weise diesem Vorhaben verpflichtet fühlten und beträchtliche Mittel in diversen Aktionen aufbrachten. Ein maßgeblicher Kostenanteil wurde von der Kinderdorfvereinigung aufgebracht, sodaß für dieses Vorhaben von der “ Solidarität “ keine wesentlichen Eigenmittel aufzubringen waren. Das Vorhaben als solches ist abgeschlossen, die Schule hat be­reits ihren festen Platz. Frau Glössel hat sich inzwischen neuen Aufgaben zugewandt.

Gesamtkosten S 1.081.145