Latrinen und Brunnenbau

Bereits in der letzten Periode haben wir in 3 Dörfern in der Diözese Quetzaltenango den Bau von Brunnen und Trockenlatrinen mit Düngefunktion finanziert. Damit konnten zahlreiche Familien mit sauberem Trinkwasser versorgt und die hygienischen Verhältnisse verbessert werden.

Auf unserer Reise haben uns weitere 3 Gemeinden um die Fortsetzung des Projektes gebeten. Mit unserer finanziellen Hilfe und der technischen Begleitung seitens der Landpastoral werden weitere 60 Familien mit insgesamt 480 Personen mit Brunnen und Latrinen ausgestattet.

Fördermittel vom Land € 18.000.-
SoL € 7.600.-

Projekte in Brasilien

UNTERSTÜTZUNG VON PROJEKTEN ÖSTERR. ENTWICKLUNGSHELFER IN BRASILIEN

Das niederösterreichische Ehepaar Mesch war mehrere Jahren in der kirchlichen Entwicklungsarbeit in Bahia, Brasilien engagiert tätig, ebenso Maria Auer, eine gebürtige Oberösterreicherin. Wir konnten uns anläßlich eines Besuches in ihrem Einsatzgebiet von deren großartiger Leistung überzeugen. „Solidarität“ unterstützte ihre Arbeit in einigen Projekten. Es waren dies die Landarbeiterbewegung von Ba­hia, die Arbeit kirchlicher Basisgemeinden in der Diözese Itabaraba und die Durchführung des Bewässe­rungsprojektes Canabrava. Im letzteren Fall handelt es sich um Kleinbauern in einer Basisgemeinde, die nach langem Kampf unbewirtschaftetes Land zugesprochen erhielten und nunmehr versuchten, die kleinen Flächen durch Bewässerung intensiver zu nutzen und Gemüse und Früchte zu kultivieren. Für diesen Zweck wurde von uns 1990 ein Betrag von US $ 5.000 bereitgestellt.

Beitrag – „Solidarität“ S 65.000.-

Kirchlicher Missionsrat Cimi

RECHTSBERATUNG FÜR DIE INDIANISCHEN VÖLKER

Die CIMI, eine kirchliche Einrichtung, die sich der Anliegen der indianischen Völker Brasiliens annimmt und deren Präsident Bischof Erwin Kräutler war, hat in ihrem Sekretariat in Manaos eine eigene Rechtshil­festelle für die Indianische Bevölkerung eingerichtet, um diese über ihre Rechte zu informieren und bei der Durchsetzung zu helfen. Die Finanzierung dieses Dienstes bereitet große Schwierigkeiten, sodaß wir uns entschieden, dieses wichtige Vorhaben 1990 mit einem einmaligen Beitrag (2.500 US $) zu unterstützen.

Beitrag – „Solidarität“ öS 32.000.-

Ölpressen für Agrarprojekt Coca

Ölpressen für Agrarprojekt Coca

Der Österr. Entwicklungsdienst (ÖED) hat seit Jahren zwei Entwicklungs­arbeiter im agrarischen Ausbildungszentrum „Padre Miguel Gamboa“ in Coca, im Einzugsbecken des Amazonas, Ecuador im Einsatz. Sie sind in Forschung, Unterricht und Beratung tätig. Sie beabsichtigen die Einrichtung einer Presse, um tropische Früchte (Soja, Erdnuß) verarbeiten und als Eiweißfuttermittel den Campesinos bereitstellen zu können, bzw. in weiterer Folge den Anbau dieser Früchte systematisch zu fördern. Anläßlich eines Aufenthaltes des Obmannes in Ecuador haben sich die Initiatoren diesbezüglich an die „Solidarität“ um Unterstützung gewandt.

Durch günstige Umstände war es möglich, gebrauchte, im besten Zustand befindliche Schneckenpressen zum Preis von S 100.000 zu erwerben und nach Ecuador zu verschicken. Die Finanzierung hat auf Antrag der „Solidarität“ die Stmk. Landesregierung übernommen, die 1995 einen Betrag von S 120.000 genehmigte.

Beitrag Land Steiermark 1995 S 120.000

Kooperative Los Anhelos in Rosa di Mora

Es war das erste Projekt, das von der Solidarität gemeinsam mit der C.G.T. El Salvadors (christliche Gewerkschaft) 1986 begonnen und in den darauffolgenden zwei Jahren erfolgreich zu Ende geführt werden konnte. Ziel war es, 63 Flüchtlingsfamilien, welche im Bürger­krieg ihre Heimat verloren hatten, beim Aufbau einer neuen Existenz zu helfen. Sie erhielten zwar ein Grundstück von etwa 5o ha zugewiesen, aber es fehlte jede Infrastruktur. Mit Unterstützung der Landwirt­schaftsschulen in der Steiermark und durch Mithilfe verschiedener Gruppen ( Gutlrunde, Jugend St.Paul, Frauenrunde St.Paul, KHJ, Caritas ) wie auch durch einen Beitrag des Landes konnten die Mittel aufgebracht werden für die Errichtung einer vierklassigen Schule, die Wasserversorgung, eine Gesundheitsstation, die Einrichtung einer kleinen Hühnerfarm, vor allem aber auch für die Errichtung des Dorfes, wobei Häuser für 15 der ärmsten Familien finanziert werden konnten. Ebenso konnten wir mit dazu beitragen, daß der Grund vorzeitig zurückgezahlt werden konnte. Das Projekt ist abgeschlossen. die Kooperative erwirtschaftet ein Einkommen, das die Existenz der Familien abzusichern vermag. Wir konnten uns selbst durch mehrere Besuche von der Sinnhaf­tigkeit des Projektes überzeugen.

Beitrag Land Steiermark S 400.000 Beitrag verschied. Gruppen S 280.000.-
Leistung der „Solidarität“ S 467.135.-

Gesamtleistung 1986 -89 S 1.147.135

Förderung von Frauen in den Elendsvierteln von Choluteca

Honduras zählt zu den ärmsten Ländern Lateinamerikas. Wie überall in den großen Agglomerationen des Südens sind die Familien – Frauen und Kinder von der Verelendung am stärksten betroffen, wie die Zunahme der Straßenkinder zeigt.

Das Sozialzentrum des SOS Kinderdorfes von Choluteca versucht nun, konkret Hilfestellung zu leisten und auch Begegnungs- und Gesprächsmöglichkeiten für Frauen zu schaffen. Weiterlesen

Schulgarten – Armero, Tolima

“ Schulgarten – Armero , Tolima “ Kolumbien

Schwester Odila hat über eine Grazer Bekannte die Bitte geäußert, in dem von der Vulkankatastrophe schwer betroffenen Gebiet an der Realisierung eines Projektes mitzuwirken. In einer Schule mit 330 Kindern sollte ein Schulgarten eingerichtet werden, um einerseits die Kinder und deren Familien zum Gemüsebau anzulei­ten und eine gesündere Ernährung zu erreichen, anderseits aber auch für die Schulküche Nahrungsmittel zu erzeugen. Das Projekt wurde aus unseren Mitteln gefördert.

Beitrag -„Solidarität“ S 50.000

Centro comunitario San Martin de Porres in Chimalhuacan

CENTRO COMUNITARIO SAN Martin de Porres in Chimalhuacan

Die Stadt Chimalhuacan grenzt unmittelbar an die Hauptstadt Mexiko, hat etwa 2 mio Einwohner und besonders mit dem Problem der riesiger Zuwanderung aus den ländlichen Regionen zu kämpfen. Die Bevölkerung wächst jährlich um 17 %. Die soziale Situation der dort lebenden Menschen ist, wie der beiliegenden Projektbeschreibung zu entnehmen ist, extrem schwierig. Die Arbeitslosigkeit ist riesig, ein Teil der Bevölkerung lebt von dem, was sie auf den riesigen Mülldeponien Mexikos für das Überleben auftreiben kann. Um gegen diese Mißstände anzukämpfen, hat sich 1997 eine Gruppe von Österreichern und Mexikanern zusammengetan, mit Unterstützung verschiedener Gruppen in Österreich mit dem Bau eines Pastoral- Jugend- und Sozialzentrums begonnen und inzwischen auch fertiggestellt. In diesem Kulturzentrum haben sich erfreulicherweise zahlreiche und vielfältige Aktivitäten vor allem im Bereich der Jugendarbeit entwickelt. Große Schwierigkeiten bereitet es allerdings, die Kosten für die zahlreichen Mitarbeiter, deren es bedarf, aufzubringen.

Die „Solidarität mit Lateinamerika“ wird in Zukunft mit den Trägern dieser Initiative enger zusammenarbeiten, das Projekt in der Auf

bauphase unterstützen und entsprechend dem Antrag des Centro Communitario San Martin de Porres die Personalkosten für die Jahre 2000 bis 2002 aufzubringen versuchen. Diese belaufen sich lt. Kostenvoranschlag auf S 344.640 .

Das Land Steiermark bewilligte Im Jahr 2000 einen Betrag von S 250.000 für das Vorhaben, der Gesangsverein Dobl führte zu Gunsten des Projektes im September 2000 ein Benefizkonzertes durch.

Land Steiermark 2000 S 154.918

Land Steiermark und SOL 2002 € 10.383

(Anteil SOL € 3.000)

Finca Vida y Esperanza, Masaya

Finca Vida y Esperanza, Masaya

Die Fundacion Comunidades de Base de Masaya – CEBs „Christliche Basis- gemeinden von Masaya“ konzentriert sich in ihrer Arbeit besonders auf die am stärksten marginalisierten Stadtviertel Santa Teresa und Monimbo. Santa Teresa besteht in erster Linie aus Wellblech- Karton- und Holzhütten. Nur ein Drittel der Kinder kommen in den Genuß einer Grundschulausbildung, die meisten sind unter­ernährt. CEBs hat daher in diesem Gebiet ein Comodor Infantil (Kinderausspeisung) und eine Werkstätte für be- hinderte Erwachsene (Kriegsinvalide) eingerichtet. Gerade die Kinder­ausspeisung und die sozialen Initiativen sind weitgehend von fremder Hilfe abhängig.

Von einem spanischen Solidaritätskomitee wurde 1996 für CEBs eine Fläche von 20 Manzanas angekauft, um über den Verkauf und die Bereitstellung von agrarischen Erzeugnissen für das Comodor Infantil eine unabhängige nachhaltige Projekt­struktur zu schaffen. Aus Mangel an finanziellen Mitteln konnte bisher nur ein kleiner Teil der Fläche für Anbau genutzt werden. Über Anpflanzung von Mais und Maniok soll nun Schritt für Schritt eine entsprechende Erzeugungsgrundlage aufgebaut werden. Dazu bedarf es aber laut Kostenvoranschlag diverser Investitionen und Betriebsmittel von insgesamt US $ 5.600, das sind € 6.200 .

Die Solidarität mit Lateinamerika hat das Vorhaben in ihr Programm aufgenommen, die Steiermärkische Landesregierung hat dafür € 4.200 bereitgestellt. Die Restfinanzierung erfolgte aus Eigenmitteln der SOL

Anschlußprojekt 2003

Die Verantwortlichen hatten sich nach erfolgreichem Abschluß der Anpflanzungen und Anschaffung von Vieh 2003 an SOL das Ersuchen gerichtet, Mittel für die Einrichtung einer Bewässerungsmöglichkeit der Zirusbäume und der Feldkulturen bereitzustellen, um erfolgreich wirtschaften zu können. SOL hat diesem Ersuchen entsprechen können.

Beitrag Land Steiermark 2002 € 4.200

Beitrag SOL 2002 € 2.000

Beitrag SOL f. Bewässerungsanlage 2003 € 1.515