Bauarbeiterausbildung

Bauarbeiterausbildung in El Salvador

In El Salvador gibt es, wie in den übrigen mittelamerikanischen Ländern eine riesige Arbeitslosigkeit, die bei rund 45 – 5o % liegt. Anderseits besteht gerade jetzt, beim beginnenden Wiederaufbau des Landes und der dadurch relativ guten Beschäftigungslage der Bauwirtschaft ein ausgesprochener Mangel an Facharbei­tern. Die C.G.T. hatte sich dieses Problems angenommen und wollte über eine gezielte fachliche Ausbildung von Kollegen und Interessenten sichere und attraktive Berufschancen in Baubereich schaffen helfen. Sie plante zu diesem Zweck die Errichtung eines Ausbildungszentrums für Bauarbeiter. Aus der angeschlossenen Betonsteinerzeugung soll später der laufende Betrieb finanziert werden.

Erfreulicherweise ist es gelungen, wichtige Vertreter der steirischen Bauwirtschaft nach einer Erkundungsrei­se nach El Salvador für dieses Projekt zu gewinnen, sodaß ein wichtiger Schritt zur Finanzierung des Gesamtprojektes gesetzt werden konnte. Die Bauwirtschaft hatte für den Grundankauf S 320.000 zur Verfü­gung gestellt und sich auch an den Kosten des Baues beteiligt. Auf Einladung der steirischen Bauwirt­schaft waren drei künftige Ausbildner zu einem 4 – wöchigen Spezialtraining in der Steiermark. Kräftige Unterstützung erhielt das Projekt auch von der steirischen Landesregierung und der MG. Frohnleiten.

In der Realisierung gabe es enorme Probleme mit dem Grundstück, aber auch andere Schwierigkeiten auf Seite unseres Projektpartners, der Stiftung FUNSAPEC, die zu einer enormen Verzögerung des Baubeginnes führten. Das Vorhaben wurde schließlich, allerdings nur in der ersten Ausbaustufe im Spätherbst 1996 fertiggestellt und in einem bescheidenen Umfang in Betrieb genommen. Da das für die Wasserversorgung zuständige staatliche Unternehmen INDA aus offensichtlich politischen Motive den Anschuß an das Versorgungsnetz bislang sabotierte, wurden vorerst einmal Lehrwerkstätten für KFZ Mechaniker und Tischler eingerichtet, die jeweils 15 – 20 Lehrlinge ausbilden. (Stand Ende 2001)

Beitrag der Bauwirtschaft S 633.544.-
Land Steiermark. S 400.000.-
MG. Frohnleiten S 100.000.-
Leistung “ Solidarität “ S 584.378.-

Gesamtleistung S 1.717.922

Heilpflanzenanbau San Miguel

Heilpflanzenanbau San Miguel

Die „UNIPAZ“ (Friedensuniversität) in San Miguel, El Salvador fühlte sich in besonderer Weise der Entwicklung der vom Bürgerkrieg schwer betroffenen Region um San Miguel verpflichtet. Sie sah ihre Hauptaufgabe im wesentlichen in drei Arbeitsbereiche: Den Auf- und Ausbau der medizinischen Versorgung in der Region (sie hat in den letzten Jahren zahlreiche Gesundheitsstationen in den Dörfern eingerichtet, Gesundheitshelfer ausge­bildet und betreute diese Stationen mit ihrem Ärzteteam), die Beratung der Bauern und die Entwicklung des ländlichen Raumes .

Die UNIPAZ hatte nun ein Projekt zum Anbau und zur Verarbeitung von Heilkräuter gestartet, die industriell produzierte Pharma­produkte ersetzen und den Campesinos in der Region um San Miguel eine neue Erwerbsmöglichkeit geschaffen sollten. Das Projekt umfaßte den Heilkräuteranbau durch Bauern der Region, die Errichtung eines Aufbereitungs- und Verarbeitungsbetriebes und den Absatz der Naturheilprodukte.

Die Projektkosten beliefen sich auf insgesamt US $ 55.396. Die „Solidarität mit Lateinamerika“ hat das Vorhaben unterstützt und ist diesbezüglich auch an die Stmk. Landesregierung herangetreten, die dafür 1996 einen Förderungsbetrag von S 300.000 bewilligte.

Das Projekt mußte in einer weit fortgeschrittenen Phase leider abgebrochen werden, da es durch schwere betrügerische Machinationen eines Mitarbeiters in eine unlösbare finanzielle Krise geriet und nicht mehr weitergeführt werden konnte.

Förderung Land Steiermark 1996 S 300.00.-
Beitrag „Solidarität“ 1997 S 100.00.-

Ärzteteam für ländliche Kooperativen

Ärzteteam für ländliche Kooperativen

Die Gesundheitsvorsorge in den ländlichen Gebieten ist katastrophal. Es fehlt nicht nur an Ärzten und an einfachsten Gesundheitseinrichtungen, die Menschen können sich diese, sofern es sie gibt, auch gar nicht leisten. Die C.G.T. ist, um diesen Notstand abzumildern, darangegangen, einen eigenen mobilen Gesund­heitsdienst mit einem Arzt und Krankenschwestern aufzubauen. Dieses Team ordiniert in regelmäßigen Ab­ständen in den Kooperativen bzw. in den dortigen Dörfern und stellt damit eine Mindestversorgung sicher. Da die C.G.T. nicht über die notwendigen finanziellen Mittel verfügte, konnte sie dieses Vorhaben erst mit unserer Unterstützung 1990 starten. Die weitere Finanzierung hat über Initiative von Herrn Dr. Jaroschka dankenswerter Weise der Steirische Akademikerbund übernommen und es bis zum Jahr 1998 unterstützt.

Beitrag “ Solidarität “ S 104.000
Beitrag Steir.Akad.bund 1993 S 85.000.-
Beitrag Steir. Akad.bund 1994 S 115.000.-
Beitrag Steir. Akad.bund 1995 S 49.400.-
Beitrag Steir. Akad.bund 1996 S 65.000.-
Beitrag Steir. Akad.bund 1997 S 30.400.-
Beitrag Steir. Akad.bund 1998 S 38.200.-

Gesamt S 487.000

Friedensuniversität in San Miguel

Friedensuniversität in San Miguel

Die C.G.T. El Salvadors versuchte über die „Friedensuniversität“ von San Miguel, einer der ärmsten El Salvadors den Campesinos und ehemaligen Guerillakämpfern mit einem Landentwicklungs- und Ausbildungsprojekt zu helfen. Die Region San Miguel ist eine der ärmsten im Lande. Mitarbeiter in den steirischen Landwirtschaftsschulen haben für dieses Vorhaben eine Solidaritätsaktion durchgeführt, der Erlös wurde ausschließlich für Ausbildungsmaßnahmen für Landarbeiter (Campesinos) eingesetzt.

Beitrag „Solidarität 1994 S 102.000

Webereikooperative el Redentor

Webereikooperative el Redentor, San Salvador

Eine Gruppe von Frauen, die Familienerhalterinnen sind und für zahlreiche Kinder sorgen müssen, hat sich im Sommer 1992 über die C.G.T. an uns mit dem Ersuchen gewandt, ihr beim Aufbau einer Webereikoope­rative behilflich zu sein. Mit dem wenigen, das sie verdienten, war es ihnen unmöglich, die zwei erforderli­chen Maschinen und Rohmaterial zu erwerben. Mit der Einrichtung der Weberei erhoffen sie sich einen entsprechenden Lebensunterhalt zu erwirtschaften. Im Jänner 1993 konnten wir Ihnen aus unseren Mitteln den erbetenen Betrag von US $ 5.500 bereitstelle.

Beitrag “ Solidarität „1993 S 64.227.-

Hühnerfarmen, El Salvador

Aufbau von zwei Hühnerfarmen in El Salvador

José Luis Grande Preza, ersuchte Ende der Achtzigerjahre um Unterstützung beim Aufbau von 2 Hühnerfarmen im Osten des Landes, um die wirtschaftliche Lage der von der C.G.T betreuten landwirtschaftlichen Kooperativen zu verbessern. Die „Solidarität“ hat zu diesem Zweck einen Betrag von US $ 15.000 bereitgestellt.

Beitrag „Solidarität“ S 159.000.-

Schulbau, San Jose las Flores

Errichtung einer Schule in „San Jose las Flores“

In San Jose las Flores entstand ebenfalls mit Hilfe der C.G.T. eine landwirtschaftliche Kooperative. Es gab keine Schule und damit auch keinen Unterricht für die Kinder. Die Gruppe konnte 1988 mit unserer Unter­stützung eine vierklassige Grundschule errichten und damit den Staat dazu bringen, entsprechende Lehrkräfte bereitzustellen. Auf diesem Wege ist die Ausbildung der Kinder gesichert. Das Projekt ist abgeschlossen.

Beitrag Land Steiermark S 200.000 Leistung “ Solidarität “ S 60.000.-

Kreditfonds für Straßenhändler in Guatemala

Kreditfonds für Straßenhändler in Guatemala

Mehr als 80 % des landwirtschaftlichen Bodens befinden sich in Guatemala in den Händen von 2 % der Bevölkerung, während die große Masse der Campesinos und der indigenen Bevölkerung auf Kleinstbetrieben in Form einer Subsistenzwirtschaft zu überleben versuchen. Mangels Erwerbsmöglichkeit am Lande drängen immer mehr Menschen in die städtischen Ballungsräume, wo sie aber noch meist noch stärker verelenden, weil sie kaum eine geregelte Arbeit finden können. Viele versuchen es daher im informellen Sektor, z.B. im Straßenhandel, wo sie mangels eigenem Kapital von Kredithaien schamlos ausgebeutet werden.

Die guatemaltekische Gewerkschaft C.G.T.G – Central General de Trabajadores de Guatemala, mit der die „Solidarität mit Lateinamerika“ schon seit länger Zeit zusammenarbeitet, möchte nun einen Rotationsfond schaffen, um ambulanten Händlern, die mangels Besicherung keinen Bankzugang haben, eine Finanzierungsmöglichkeit anzubieten. Derartige Einrichtungen haben sich andernorts bestens bewährt wie zum Beispiel in El Salvador, wo vor Jahren von der „Solidarität mit Lateinamerika“ ein derartiges Vorhaben unterstützt wurde. Die C.G.T.G hat sich an die „Solidarität mit Lateinamerika“ mit dem Ersuchen gewandt, das Vorhaben mit einem Betrag von US $ 41.000 zu unterstützen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf US $ 75.000, wobei die C.G.T.G bereit ist, Eigenleistungen in der Höhe von US $ 34.000 zu erbringen.

Die „Solidarität mit Lateinamerika“ hat für das Vorhaben vom Land Steiermark eine Förderung erhalten, so daß das Projekt gestartet werden konnte. Nach dem vorleigenden Endbericht der Kommission, die das Projekt und die Kreditvergabe überwacht, konnten in den beiden Jahren 1999 und 2000 insgesamt 247 Darlehen vergeben werden, die inzwischen teilweise bereits wieder zurückgezahlt wurden und an neue Bewerber weitergegeben werden können. Die Ergebnisse der Aktion entsprechen den Erwartungen. Die Auswüchse mit Kredithaien und Wucherern gehen zurück, die Kreditnehmer haben Sicherheit und zahlen geringe Zinsen, wodurch sie andere Grundbedürfnisse des Lebens abdecken können.

Anläßlich eines Projektbesuches im April 2002 berichteten uns die Gesprächspartner , daß bereits 85 StraßenhändlerInnen, vorwiegend Frauen diese Möglichkeit in Anspruch nahmen und damit die Existenz ihrer Familien absichern konnten. Bislang wurden 363 Darlehen vergeben. (Stand 27.5.2002)

Beitrag Land Steiermark 1998 S 300.000.-
Beitrag „Solidarität“ 1999 S 184.637.-

Ausbildung indigener Jugendlicher, Livingston

Ausbildung indigener Jugendlicher, Livingston

Jugendliche aus indigenen Gemeinden des Atlantikgebietes haben meist sehr geringe Chancen auf eine entsprechende Grundschulausbildung, insbesondere da sie meist aus sehr armen Familien kommen. Der Clarentinerorden, der die Pfarre von Livingston betreut und viel Erfahrung mit der Arbeit in den indigenen Gemeinden besitzt, hat sich dieser Gruppe besonders angenommen und ein eigenes Schulzentrum mit einem Basico eingerichtet, wo jährlich 50 Jugendliche aus entlegenen Indiogemeinden aufgenommen und ausgebildet werden. Werner Römich, der diese Einrichtung und die Verantwortlichen seit Jahren kennt, hat deren Ersuchen um Unterstützung zwecks Sanierung des Schulprojektes an die SOL weitergeleitet. Beitrag SOL 2004 € 4.036

Frauenbildungsprojekt Chiumucubal & Estancia de la Cruz

Frauenbildungsprojekt Chiumucubal & Estancia de la Cruz

Mit Chiumucubal, einem Dorf im Hochland von Guatemala gibt es dank Werner Römich seit vielen Jahren einen ganz engen Kontakt mit der Steiermark. Anläßlich eines Besuches einer Gruppe des Vorstandes im Frühjahr 1997 haben die Frauen des Dorfes ein Projekt vorgestellt, das die Aus- und Weiterbildung von Frauen im Bereich der Hauswirtschaft , des Gesundheits- und Sozialbereiches zum Gegenstand hat. Auch die Männer stellen sich voll und ganz hinter das Vorhaben. Das Projekt wird von den Lehrerinnen der dortigen Grundschule getragen. Die ersten Kurse haben bereits 1997 stattgefunden und waren sehr erfolgreich, sie wurden auch in den folgenden Jahren fortgesetzt. Die „Solidarität mit Lateinamerika“ ermöglichte mit ihrem Beitrag die Durchführung.

Das Beispiel von Chiumucubal hat Schule gemacht. Im Jahr 2000 kam es im Dorf Estancia de la Cruz zu einem ähnlichen Initiative, wobei Hauswirtschafts- und Alphabetisierungskurse im Mittelpunkt standen.

Chiumucubal:
Beitrag der „Solidarität“ 1997 u. 1998 S 88.200.-
Beitrag der „Solidarität“ 1999 und 2000 S 100.000.-

Estancia de la Cruz:
Beitrag der „Solidarität“ 2000 S 35.000.-
Beitrag SOL 2002 € 300.-