Hauswirtschaftsschule St. Martin, Asuncion

„HAUSWIRTSCHAFTSSCHULE ST.MARTIN – ASUNCION „

Am Stadtrand von Asuncion gibt es ein vom steirischen Ehepaar Aldrian errichtetes und sehr erfolgreich ge­führtes Kinderdorf. Es bestand der Wunsch, für die dortigen Mädchen eine hauswirtschaftliche Schule nach dem Modell von St.Martin einzurichten. Eine junge St.Martiner Lehrerin, Frau Elisabeth Glössel, hat sich 1989 dieser Aufgabe gestellt und in einer mehrjährigen Aufbauarbeit eine sehr anerkannte Ausbildungsein­richtung im Rahmen dieses Kinderdorfes geschaffen. Das Projekt wurde von der “ Solidarität “ aufgenommen, wobei sich die Schulen von St.Martin in ganz besonderer Weise diesem Vorhaben verpflichtet fühlten und beträchtliche Mittel in diversen Aktionen aufbrachten. Ein maßgeblicher Kostenanteil wurde von der Kinderdorfvereinigung aufgebracht, sodaß für dieses Vorhaben von der “ Solidarität “ keine wesentlichen Eigenmittel aufzubringen waren. Das Vorhaben als solches ist abgeschlossen, die Schule hat be­reits ihren festen Platz. Frau Glössel hat sich inzwischen neuen Aufgaben zugewandt.

Gesamtkosten S 1.081.145

Errichtung eines Obstkühllagers für Indiobauern

Die klimatischen Voraussetzungen im Hochland eigenen sich sehr gut für den Obstbau. Die Indiobauern des Gebietes um Chichicastenango haben sich 1989 anläßlich eines Guatemala-Aufenthaltes direkt an uns ge­wandt und um Hilfestellung bei der Errichtung eines Kühlhauses ersucht. Sie erhofften sich über die Lager­möglichkeit einen wesentlich günstigeren Preis, da sie zur Erntezeit die ungünstigsten Konditionen der Händler akzeptieren mußten. Das Projekt war mit S 800.000 veranschlagt und wurde von uns bei der Diözesankommission zur Förderung eingereicht, die auch S 600.000 bereitstellte. Die Restfinanzierung wurde von uns übernommen. Das Kühllagerhaus ist bereits seit zwei Jahren in Betrieb, die seinerzeitigen Überlegungen haben sich bestätigt. Es konnten wesentlich günstigere Preise erlöst werden, die Äpfel werden nach Costa Rica und Guatemala exportiert. Gewisse Mängel gibt es allerdings noch im Marketing. Zwei der Genosssenschaftsmitglieder wurden daher eingeladen, sich fachlich über die verschiedenen Möglichkeiten in Österreich zu informieren und Erfahrungen zu sammeln. Sie waren im Herbst 1993 auf vier Wochen auf Praxis bei Obstbaubetrieben in die Steiermark und haben die hier gemachten Erfahrungen sehr eindrucksvoll in ihrer Heimat umzusetzen vermocht, wie wir uns vor Ort überzeugen konnten. Von der Diözesankommisiion wurde 1995/96 die Errichtung einer Obstpresse und einer Saftgewinnungsanlage gefördert.

Beitrag Diözesankommission 1990 S 600.000

Beitrag “ Solidarität “ S 297.188

Beitrag Diözesankomm. 1995/96 S 164.000

Errichtung eines Obstkühllagers für Indiobauern

Errichtung eines Obstkühllagers für Indiobauern

Die klimatischen Voraussetzungen im Hochland eigenen sich sehr gut für den Obstbau. Die Indiobauern des Gebietes um Chichicastenango haben sich 1989 anläßlich eines Guatemala-Aufenthaltes direkt an uns ge­wandt und um Hilfestellung bei der Errichtung eines Kühlhauses ersucht. Sie erhofften sich über die Lager­möglichkeit einen wesentlich günstigeren Preis, da sie zur Erntezeit die ungünstigsten Konditionen der Händler akzeptieren mußten. Das Projekt war mit S 800.000 veranschlagt und wurde von uns bei der Diözesankommission zur Förderung eingereicht, die auch S 600.000 bereitstellte. Die Restfinanzierung wurde von uns übernommen. Das Kühllagerhaus ist bereits seit zwei Jahren in Betrieb, die seinerzeitigen Überlegungen haben sich bestätigt. Es konnten wesentlich günstigere Preise erlöst werden, die Äpfel werden nach Costa Rica und Guatemala exportiert. Gewisse Mängel gibt es allerdings noch im Marketing. Zwei der Genosssenschaftsmitglieder wurden daher eingeladen, sich fachlich über die verschiedenen Möglichkeiten in Österreich zu informieren und Erfahrungen zu sammeln. Sie waren im Herbst 1993 auf vier Wochen auf Praxis bei Obstbaubetrieben in die Steiermark und haben die hier gemachten Erfahrungen sehr eindrucksvoll in ihrer Heimat umzusetzen vermocht, wie wir uns vor Ort überzeugen konnten. Von der Diözesankommisiion wurde 1995/96 die Errichtung einer Obstpresse und einer Saftgewinnungsanlage gefördert.

Beitrag Diözesankommission 1990 öS 600.000.-
Beitrag “ Solidarität “ öS 297.188.-
Beitrag Diözesankomm. 1995/96 öS 164.000.-

Pastoral für Schwarze

PASTORAL FÜR SCHWARZE – PFARRER GÜNTHER SGUBIC; SAO PAULO

Der ehemalige Kaplan von Weiz, Günther Sgubic, ist seit Jahren als Seelsorger in einer der großen Elends­viertel von Sao Paulo tätig. Er wird von einer Reihe von Gruppen aus der Steiermark, wie auch von der Diözesankommisiion tatkräftig unterstützt. Als ganz wichtiges Anliegen erschien ihm die Integration der schwarzen Bevölkerungsgruppen in Kirche und Gesellschaft, wobei ihm das pastorale Anliegen besonders wichtig war. Als ersten Schritt plante er die Erstellung einer entsprechenden Dokumentation. Wir konnten ihm dabei finanziell helfen.

Beitrag – „Solidarität“ S 60.00.-

Alphabetisierungsprojekt der Anta

Alphabetisierungsprojekt der Anta

El Salvador zählt hinsichtlich seines Entwicklungszustandes zu den Ländern mit einem sehr großen Nachholbedarf. Das gilt besonders für die Bildungsbereich. Ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung kann weder Lesen noch Schreiben. Der Anteil des Analpha­be­tismus beträgt im Landesschnitt zwischen 35 und 40 %, in der vom Bürgerkrieg besonders betroffenen, ländlichen Region San Miguel liegt er bei etwa 60 %. Zu den vordringlichen Aufgaben zählt daher der Aufbau von Einrichtungen der Erwachsenenbildung und die Durchführung von Alphabetisierungsprogrammen. Die ANTA, eine nationale Campesino- organisation El Salvadors plante daher die Durchführung eines derartigen Programmes, das über drei Jahre laufen sollte (1995 – 97) und hat sich diesbezüglich um Partner bemüht und an die „Solidarität“ gewandt.

Da dieses Vorhaben, dessen Kosten mit US $ 86.763 veranschlagt waren, unseren Rahmen gesprengt hätten, wurde mit der Dreikönigsaktion Wien Verbindung aufgenommen, die dann auch eine Finanzierung in Umfang von S 645.000 in Aussicht stellte. Die „Solidarität“ hat sich mit einme Förderungsansuchen an das Land Steiermark gewandt, das dann auch einen Betrag von S 240.000 bereitstellte. Damit war die Finanzierung dieses so wichtigen Vorhabens gesichert und konnte in Angriff genommen werden.

Dreikönigsaktion S 645.000.-
Land Steiermark 1995 S 240.000.-

Bauarbeiterausbildung

Bauarbeiterausbildung in El Salvador

In El Salvador gibt es, wie in den übrigen mittelamerikanischen Ländern eine riesige Arbeitslosigkeit, die bei rund 45 – 5o % liegt. Anderseits besteht gerade jetzt, beim beginnenden Wiederaufbau des Landes und der dadurch relativ guten Beschäftigungslage der Bauwirtschaft ein ausgesprochener Mangel an Facharbei­tern. Die C.G.T. hatte sich dieses Problems angenommen und wollte über eine gezielte fachliche Ausbildung von Kollegen und Interessenten sichere und attraktive Berufschancen in Baubereich schaffen helfen. Sie plante zu diesem Zweck die Errichtung eines Ausbildungszentrums für Bauarbeiter. Aus der angeschlossenen Betonsteinerzeugung soll später der laufende Betrieb finanziert werden.

Erfreulicherweise ist es gelungen, wichtige Vertreter der steirischen Bauwirtschaft nach einer Erkundungsrei­se nach El Salvador für dieses Projekt zu gewinnen, sodaß ein wichtiger Schritt zur Finanzierung des Gesamtprojektes gesetzt werden konnte. Die Bauwirtschaft hatte für den Grundankauf S 320.000 zur Verfü­gung gestellt und sich auch an den Kosten des Baues beteiligt. Auf Einladung der steirischen Bauwirt­schaft waren drei künftige Ausbildner zu einem 4 – wöchigen Spezialtraining in der Steiermark. Kräftige Unterstützung erhielt das Projekt auch von der steirischen Landesregierung und der MG. Frohnleiten.

In der Realisierung gabe es enorme Probleme mit dem Grundstück, aber auch andere Schwierigkeiten auf Seite unseres Projektpartners, der Stiftung FUNSAPEC, die zu einer enormen Verzögerung des Baubeginnes führten. Das Vorhaben wurde schließlich, allerdings nur in der ersten Ausbaustufe im Spätherbst 1996 fertiggestellt und in einem bescheidenen Umfang in Betrieb genommen. Da das für die Wasserversorgung zuständige staatliche Unternehmen INDA aus offensichtlich politischen Motive den Anschuß an das Versorgungsnetz bislang sabotierte, wurden vorerst einmal Lehrwerkstätten für KFZ Mechaniker und Tischler eingerichtet, die jeweils 15 – 20 Lehrlinge ausbilden. (Stand Ende 2001)

Beitrag der Bauwirtschaft S 633.544.-
Land Steiermark. S 400.000.-
MG. Frohnleiten S 100.000.-
Leistung “ Solidarität “ S 584.378.-

Gesamtleistung S 1.717.922

Heilpflanzenanbau San Miguel

Heilpflanzenanbau San Miguel

Die „UNIPAZ“ (Friedensuniversität) in San Miguel, El Salvador fühlte sich in besonderer Weise der Entwicklung der vom Bürgerkrieg schwer betroffenen Region um San Miguel verpflichtet. Sie sah ihre Hauptaufgabe im wesentlichen in drei Arbeitsbereiche: Den Auf- und Ausbau der medizinischen Versorgung in der Region (sie hat in den letzten Jahren zahlreiche Gesundheitsstationen in den Dörfern eingerichtet, Gesundheitshelfer ausge­bildet und betreute diese Stationen mit ihrem Ärzteteam), die Beratung der Bauern und die Entwicklung des ländlichen Raumes .

Die UNIPAZ hatte nun ein Projekt zum Anbau und zur Verarbeitung von Heilkräuter gestartet, die industriell produzierte Pharma­produkte ersetzen und den Campesinos in der Region um San Miguel eine neue Erwerbsmöglichkeit geschaffen sollten. Das Projekt umfaßte den Heilkräuteranbau durch Bauern der Region, die Errichtung eines Aufbereitungs- und Verarbeitungsbetriebes und den Absatz der Naturheilprodukte.

Die Projektkosten beliefen sich auf insgesamt US $ 55.396. Die „Solidarität mit Lateinamerika“ hat das Vorhaben unterstützt und ist diesbezüglich auch an die Stmk. Landesregierung herangetreten, die dafür 1996 einen Förderungsbetrag von S 300.000 bewilligte.

Das Projekt mußte in einer weit fortgeschrittenen Phase leider abgebrochen werden, da es durch schwere betrügerische Machinationen eines Mitarbeiters in eine unlösbare finanzielle Krise geriet und nicht mehr weitergeführt werden konnte.

Förderung Land Steiermark 1996 S 300.00.-
Beitrag „Solidarität“ 1997 S 100.00.-

Ärzteteam für ländliche Kooperativen

Ärzteteam für ländliche Kooperativen

Die Gesundheitsvorsorge in den ländlichen Gebieten ist katastrophal. Es fehlt nicht nur an Ärzten und an einfachsten Gesundheitseinrichtungen, die Menschen können sich diese, sofern es sie gibt, auch gar nicht leisten. Die C.G.T. ist, um diesen Notstand abzumildern, darangegangen, einen eigenen mobilen Gesund­heitsdienst mit einem Arzt und Krankenschwestern aufzubauen. Dieses Team ordiniert in regelmäßigen Ab­ständen in den Kooperativen bzw. in den dortigen Dörfern und stellt damit eine Mindestversorgung sicher. Da die C.G.T. nicht über die notwendigen finanziellen Mittel verfügte, konnte sie dieses Vorhaben erst mit unserer Unterstützung 1990 starten. Die weitere Finanzierung hat über Initiative von Herrn Dr. Jaroschka dankenswerter Weise der Steirische Akademikerbund übernommen und es bis zum Jahr 1998 unterstützt.

Beitrag “ Solidarität “ S 104.000
Beitrag Steir.Akad.bund 1993 S 85.000.-
Beitrag Steir. Akad.bund 1994 S 115.000.-
Beitrag Steir. Akad.bund 1995 S 49.400.-
Beitrag Steir. Akad.bund 1996 S 65.000.-
Beitrag Steir. Akad.bund 1997 S 30.400.-
Beitrag Steir. Akad.bund 1998 S 38.200.-

Gesamt S 487.000

Friedensuniversität in San Miguel

Friedensuniversität in San Miguel

Die C.G.T. El Salvadors versuchte über die „Friedensuniversität“ von San Miguel, einer der ärmsten El Salvadors den Campesinos und ehemaligen Guerillakämpfern mit einem Landentwicklungs- und Ausbildungsprojekt zu helfen. Die Region San Miguel ist eine der ärmsten im Lande. Mitarbeiter in den steirischen Landwirtschaftsschulen haben für dieses Vorhaben eine Solidaritätsaktion durchgeführt, der Erlös wurde ausschließlich für Ausbildungsmaßnahmen für Landarbeiter (Campesinos) eingesetzt.

Beitrag „Solidarität 1994 S 102.000

Webereikooperative el Redentor

Webereikooperative el Redentor, San Salvador

Eine Gruppe von Frauen, die Familienerhalterinnen sind und für zahlreiche Kinder sorgen müssen, hat sich im Sommer 1992 über die C.G.T. an uns mit dem Ersuchen gewandt, ihr beim Aufbau einer Webereikoope­rative behilflich zu sein. Mit dem wenigen, das sie verdienten, war es ihnen unmöglich, die zwei erforderli­chen Maschinen und Rohmaterial zu erwerben. Mit der Einrichtung der Weberei erhoffen sie sich einen entsprechenden Lebensunterhalt zu erwirtschaften. Im Jänner 1993 konnten wir Ihnen aus unseren Mitteln den erbetenen Betrag von US $ 5.500 bereitstelle.

Beitrag “ Solidarität „1993 S 64.227.-